Dirty Cozy

Dirty Cozy
This is going to be one of those texts where I leave half the things unwritten because I cannot be bothered with all the developing of ideas and the explaining of tangents and interconnections and the constructing of examples.

Dirty Care.

If you actually spend a moment, it is clear that this not even close of an equivalence here, and yet one of my impressions of “Cozy RPGs” had me thinking of Elsa Dorlin’s concept of Dirty Care.

Dirty Cozy.

Cozyness is a question of perspective. Cozyness is based on not seeing things.

A game about running a bookstore is cozy as long as you do not think of self-exploitation or of fearing for your economic survival.

There is always a dark side. It is your decision whether to ignore it. It is your right to ignore it.

Currently Listening: Eleni Mandell, Flirtatious Friend


Image by Colleen ODell from Pixabay

3 Comments


  1. Ich ahne, worauf die Aussage abziehlt, irgendwas schmeckt mir aber dabei nicht ganz, ohne dass ich mit dem Finger darauf zeigen könnte, was genau. Deshalb zwei Gedanken dazu:
    Kann “Cozy” nicht auch (oder stattdessen?) bedeuten, dass gewisse Konflikte einem erspart bleiben; also gar nicht vorhanden sind, anstatt bewusst ausgeblendet werden zu müssen?
    Mich würde interessieren, warum gerade ein Spiel als Buchladenbetreiber als explizites Beispiel genannt wird, bzw. welches. Wäre also ein Spiel, in dem man einen Bibliothekar spielt, der obigen Definition nach “Cozy”?

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    1. Das Erspartbleiben lese ich als eine Form des (willentlichen) Ausblendens durch die Spielenden. Das war also mit gemeint, in dem … Fragment da oben.
      Der Buchladen war sinnbildlich/ stellvertretend für Cozy RPGs, via dem Subsegment solcher heimeligen “Kleinunternehmerfantasien” (wir betreiben ein Cafe/ eine Bäckerei/ einen Magieutensilienladen/ … [jetzt frage ich mich, ob ich da Schollenspiel mit einreihen soll]), aber letztlich ist das wirklich nur als naheliegendes/ einfaches(?) Sinnbild gedacht, dass an “Cozyness” auch Schmutz klebt (kleben kann).
      Viel aufwändiger (das ist das, was ich mir vor allem sparen wollte) ist das richtig Ausdifferenzieren, welche … Arten von Schmutz das denn sind. Ein Teil davon ist sogar, denke ich, relativ nah an Dorlins Dirty Care, das meiste aber ganz weit weg davon. Vielleicht wäre daher für den Rest eine andere Vokabel passender, aber Dirty Cozy lässt sich so leicht in Gesichter schmieren.

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  2. Das gibt mir den nötigen Kontext. Meine Intention des “Ersparens” war eher von einer Alltagssicht geprägt, eben von einer bewussten Trennung von Arbeit und Hobby, wobei letzteres bewusst Stress gar nicht erst aufkommen lässt.

    Die Idee, den Berufsalltag überhaupt in das Rollenspiel einbinden oder sogar in den Mittelpunkt stellen zu wollen, ist gänzlich jenseits meines Erfahrungshorizonts und erklärt somit vielleicht meine Verständnisschwierigkeiten. Ja, in Teenagerjahren hat man vielleicht mit solchen Ideen für seine erfolgreichen, erfahrenen Charaktere gespielt, aber das ist bei mir SEHR lange her. Zudem denke ich, dass Brettspiele das besser abbilden.

    Insofern ist “Dirty Cozy” als Schlagwort gut gewählt und eine weitere Ausdifferenzierung zumindest für mich nicht vonnöten.

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