Paradoxe Visualität

Hieronymus Bosch »Garden of Earthly Delight«
Hieronymus Bosch »Garden of Earthly Delight«
Hieronymus Bosch »Hell«
Hieronymus Bosch »Hell«
Botticelli's »Map of Hell« from »Divine Comedy«
Botticelli’s »Map of Hell« from »Divine Comedy«
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany
Lamentations of Germany

Von Athair gibt es diesen Monat “Aufs Auge!”, und zwar im Rahmen des Karnevals der Rollenspielblogs zum Thema Visualisierung im Rollenspiel (die Diskussion und Artikelübersicht dazu gibt es hier).

Zugegeben ich war nie ein großer Freund der klassischen Rollenspielillustrationen (vor allem Earthdawn 2.0 und Exalted haben mich davon ziemlich kuriert) und eigentlich bin ich immer davon ausgegangen, dass zuerst das Rollenspiel geschrieben und dann illustriert wird. Manchmal klappt es – wie im Falle der grandiosen Holzschnitt-Grafiken in Birthright, WFRP oder DiTerlizzi in Planescape -, manchmal geht es daneben (s.o. und jede beliebige NDE-Kiste), aber meistens tut es für mich nichts. Umso interessanter habe ich es also für mich empfunden, dass ich für das Basteln meines eigenen Settings (Perdition – bald auch hier) außer ein paar Filmen – »The last Valley« und »Flesh and Blood« seien hier lobend erwähnt – und einer Handvoll Comics und Bücher mich vor allem Gemälde beeinflusst und inspiriert haben. Obwohl die Inititalzündung für das Setting Sandro Boticellis Illustrationen der »Göttlichen Komödie« entsprangen, hatte vor allem Hieronymous Bosch den größten Einfluss

Warum ich das jetzt neben einer schamlosen Eigenwerbung erwähne? Weil ich glaube dass das Rollenspiel vor allem von Public Domain und freien Grafiken mehr als nur profitieren kann. Es ist nicht mehr notwendig den einzigen Bekannten im Freundeskreis der einen halbwegs geraden Strich ziehen kann, um Illustrationen für das eigene Setting oder Abenteuer anzuschnorren, wenn die gesammelten Werke von Leuten wie Bosch, Boticelli, Doré oder della Quercia zur freien (und zwar wirklich freien) Verfügung stehen. Menschen deren Bilder eine fast schon plastische Darstellung von menschlichem Leid, Zerstörung, und den Freuden des Krieges haben.

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