Das Dreckige Dutzend, Tag 27: Zwölf Umweltgifte für Shadowrun

Dirty Dozen
Seit zwölf Jahren mache ich das. Gegen RPG-a-Day anschreiben. Wider RPG-a-Day. Wieder und Wieder. Jeden Tag, jeden August seit 2015. Meistens alleine, manchmal gemeinsam mit Anderen hier auf d6ideas oder auch über verschiedene Blogs hinweg.

2015: ArtifactaDay
2016: Loot-a-Day
2017: Rival-a-Day
2018: Ad-Blog
2019: RPG+Ally+a+Day
2020: Nicht einen Schritt zurück
2021: Veteran-a-Day
2022: Die tausend Titel des Katzenkaisers
2023: Sommerverdichtung
2024: Campaignconcept-a-Day
2025: A-Piece-of-History-every-Day / Geschichtsweltenberechnung

Und jetzt? Nebenan beim Kritischen Fehlschlag lautet die Losung „Tatorte„.

Aber hier? Seit zwölf Jahren diese Drecksarbeit lässt nur eine Möglichkeit zu:

Das Dreckige Dutzend.

Interpretiert via dem Dreckigen Dutzend persistenter organischer Schadstoffe wie DDT und Dioxin (wobei das Dreckige Dutzend der biologischen Waffen eine frühere Überlegung war und vielleicht teilweise noch mitschwingt).

Einhundertvierundvierzig Giftstoffe und Umweltgifte (in weitestem, freien Sinne). Je zwölf für zwölf Systeme. Einunddreißig Tage. Zwölf Jahre wider RPG-a-Day.


Shadowrun befindet sich für mich in einer etwas … unglücklichen (ich wollte erst merkwürdigen schreiben, aber das wäre euphemistisch) Position, was diese Themenserie angeht. Einerseits bringt die sechste Welt unglaublich viel mit. Umweltverschmutzung kommt gefühlt ständig vor, in allen möglichen Varianten und an teils entscheidenden Stellen. Aber was damit machen? Zumindest, wenn nicht einfach nur eine abgeschriebene/ zusammengesuchte Liste ohne wenigstens ein paar eigene Gedanken dabei herauskommen soll? Keine Ahnung. Daher folgt jetzt (vermutlich) auch nichts halbes und nichts ganzes.

  1. Telesmapest – nicht so sehr der Giftstoff, denn es können fast beliebige aus den Arsenalen der professionellen Umweltverachter sein, die dabei zum Einsatz kommen, sondern die Auswirkung, die Vergiftungserscheinung, die Zerstörung der so schwer fassbaren Natur eines Dings, eines Steins, Astes, einer Feder, eines Knochens, einer Muschelschale, die es zur idealen (ideelen) Grundlage einer Verzauberung gemacht hätte, wäre es nicht mit dem Gift in Berührung gekommen
  2. Permanente Hintergrundstrahlung – ist natürlich beides, eine geschädigte (astrale) Umwelt und ein (magischer) Schadstoff, eine potentielle Kettenreaktion, ein potentiell substanzloses Gift
  3. BTL-Codefragemente(es liegt nahe, dass, wenn ich schon zu Shadowrun – und Gift – schreibe, dann auch BTLs dabei sind) BTLs als Drogen lassen sich natürlich auch als Gifte begreifen, zum Umweltgift werden sie aber erst, wenn sie ganze Systeme und Netze verseuchen, wenn sich in jedem Download, jedem Programm Code verbergen, nein, einfach vorhanden sein kann, der potentiell abhängig macht, der anfällige Gehirne ruiniert, gar nicht einmal im Sinne bösartigen Codes, der von irgendwelchen Akteueren gezielt gestreut wird, sondern, wie so viele Umweltzerstörungen, einfach aus Unachtsamkeit, oder aus einem beiläufigen Mißachten von Sicherheitsprozeduren heraus entsteht, ein Parameter in der SimSinn-Konfiguration falsch gesetzt, eine Stimmungsspur nicht korrekt gelöscht, ein Sample nicht geprüft
  4. Giftgeistindustrie – Umweltverschmutzung, Giftgeister, alles gesagt, oder? Es gibt einen Markt für Gift in der sechsten Welt, es gibt Nachfrage, also gibt es auch ein Angebot, die Pervertierung der Natur noch einmal weiter in sich pervertiert, ihrer Selbstwirksamkeit beraubt, eingegliedert in die Verwertungskette
  5. Erwachter Abfall – biotechnologischer Ausschuss, dem ein magischer Funke innewohnt, lebendiges Gift
  6. Immunsuppressiva – massenhafte Implantate benötigen massenhafte Immunsuppression bedingen massenhaftes Auftreten in der Umwelt
  7. Proprietäre Nahrungsmittel – ein Weg mehr zur Markenbindung, Nahrung, der etwas fehlt (und nur in Kombinationen verwertet werden kann), die suchterzeugend ist, die einer Markierung hinterlässt – und die mit all diesen bewussten Defekten Features natürlich in die Umwelt und auch in andere als die intendierten Nahrungsketten gelangt
  8. Aufforstung – ob Amazonien oder andere neu, wieder erwachte Urwälder, unkontrolliertes Wachstum wird potentiell zu einer anderen Art der Zerstörung
  9. Entlaubung – das (offenkundigere) Gegenstück ob im Yucatan oder anderen Konzernoperationen
  10. Exterritorialität – ist natürlich, wenn wir nicht ganz philosophsch gewagt werden wollen, keine Umweltverschmutzung und kein Gift, aber es ist lohnenswert, zu betonen, dass (drohende) Gefahren aus Schadstoffen die Grundlage waren, auf der das Exterritorialitätsprinzip maßgeblich aufsetzte, Umweltgefahren, so gesehen, sind ein Segen für die Megakons, ein Präzendezfall, ein verbrieft und erfahrungsmäßig funktionierender Hebel, etwas, dass sich lohnt, in der Hinterhand zu haben, nur für den Fall, dass noch ein paar Konzessionen mehr benötigt werden
  11. Chemische Waffen – die sechste Welt ist voll mit chemischen Waffen, ihre Straßen sind voll damit, NarcoJect und NeuroStun, Green Ring, Gammascopolamine, die Kataloge, Arsenale, und Hinterzimmer quellen schier davon über, der Einsatz ist allgegenwärtig, die Präsenz in der Umwelt vermutlich ebenso
  12. Naniten – nur die nächste Stufe dieser technologischen Eskalation

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