
Seit zwölf Jahren mache ich das. Gegen RPG-a-Day anschreiben. Wider RPG-a-Day. Wieder und Wieder. Jeden Tag, jeden August seit 2015. Meistens alleine, manchmal gemeinsam mit Anderen hier auf d6ideas oder auch über verschiedene Blogs hinweg.
2015: ArtifactaDay
2016: Loot-a-Day
2017: Rival-a-Day
2018: Ad-Blog
2019: RPG+Ally+a+Day
2020: Nicht einen Schritt zurück
2021: Veteran-a-Day
2022: Die tausend Titel des Katzenkaisers
2023: Sommerverdichtung
2024: Campaignconcept-a-Day
2025: A-Piece-of-History-every-Day / Geschichtsweltenberechnung
Und jetzt? Nebenan beim Kritischen Fehlschlag lautet die Losung „Tatorte„.
Aber hier? Seit zwölf Jahren diese Drecksarbeit lässt nur eine Möglichkeit zu:
Das Dreckige Dutzend.
Interpretiert via dem Dreckigen Dutzend persistenter organischer Schadstoffe wie DDT und Dioxin (wobei das Dreckige Dutzend der biologischen Waffen eine frühere Überlegung war und vielleicht teilweise noch mitschwingt).
Einhundertvierundvierzig Giftstoffe und Umweltgifte (in weitestem, freien Sinne). Je zwölf für zwölf Systeme. Einunddreißig Tage. Zwölf Jahre wider RPG-a-Day.
Eine alte Spielwelt, die ich alle paar Jahre wieder einmal anschaue, ein paar Dinge an ihr versuchsweise ändere, und sie dann doch wieder liegen lasse. Die echte Renovierung, der große Umbau steht aus. Im Blog tauchte sie vor allem mit Bezug auf ihre Weimareske Parteienlandschaft und politische Instabilität ihrer demokratischen Sternenunion ein paarmal auf, was auch einer der Teile ist, die sich wohl nicht substantiell ändern werden. Die folgenden Umweltbelastungen hingegen, sind ein Durcheinander an Ideen, die an Elementen der Spielwelt kleben, die sich – wenn ich jemals ernst damit mache, sie noch einmal richtig anzufassen – stark verändern könnten. Giftstoffe unter Vorbehalt.
- Biodyne – (in manchen Iterationen der Spielwelt auch Biodyne Systems oder Federated Biodyne) als Monopolist in der Herstellung der für die überlichtschnelle Raumfahrt faktisch unentbehrlichen Kunstlebewesen hat Biodyne mehr als genug Einfluß, dass relevante Gesetze und Normen quasi in der Rechtsabteilung des Konzerns verfasst werden – die Sperrgebiete (nationale Sicherheit) um die Produktionsstätten und Labore Biodynes sind dadurch hochgradig belastet, um nicht zu sagen verseucht, mit allem von Antiobiotika, Anabolika und anderen Medikamentenresten, zu Bergen an Nicht-Leichen (it is not a person)
- Gedächtnislücken – Exposition zu hyperenergetischen Effekten, insbesondere im Rahmen überlichtschneller Reisen, kann zu Gedächtnisbeeinträchtigungen bei Menschen führen – gegebenenfalls permanenten
- Computerfehler – die hyperenergetischen Effekte, die menschliche Hirne stören können, können äquivalent auch auf Computersysteme wirken und Code korrumpieren
- Hyperfragmente – während sich die vorgenannten Umweltbelastungen durch Einsatz von hyperenergetischer (Gravitationsmanipulation und Hyperraum) Technik auf Informationsebene manifestieren, sind sogenannte Hyperfragmente physische Ablagerungen, häufig quasi-lebendig in Organismen wuchernd
- Bergbauindustrie – hyperenergetische Technik ist auf exotische Rohstoffe angewiesen, deren Abbau – wenn auch nicht wie die Aktivitäten von Biodyne monopolistisch betrieben – eine solche strategische, zivilisatorische Bedeutung hat, das auch die Bergbauunternehmen ohne Rücksicht auf die jeweilige planetare Umwelt (oder die Gesundheit ihres Personals) agieren können, neben konventionellen Schadstoffen und Problemen, von Feinstaub bis Blausäure, können die geförderten Rohstoffe und der Abraum auch die hyperenergetischen Belastungen auslösen oder verstärken
- Navigationsstrahlen – den Gravitationsstrahlern, die von Raumschiffen als „Schlüssel“ für den Hyperraum genutzt werden, werden, gegebenenfalls akkumulierende, Nebenwirkungen auf das Raumzeitkontinuum zugeschrieben
- Schockgel – weit verbreitet um kinetische Energie aus Unfällen (und im militärischen Kontext aus Waffenwirkungen) zu absorbieren, gelangt verbrauchtes Schockgel regelmäßig in die Umwelt, wo nur weniger lokale Ökosysteme dazu in der lage sind, die Nanopartikel wirksam abzubauen
- Gravitationsanomalien – auch ohne den wiederholten punktuellen Einsatz von Navigationsstrahlen häufen sich Anomalien in den wirkenden Schwerekräften im Umfeld der Förderung und verarbeitung exotischer Substanzen oder Produktion und Betrieb hyperenergetischer Technik
- Trockene Kolonien – während die Menschheit beziehungsweise die Terranische Union Biodyne und die Bergbaukonzerne bei der Verseuchung der Umwelt gewähren lässt, sind auch die Naga nicht rücksichtsvoller, die semi-aquatischen Sophonten messen der Umwelt von Kolonialwelten ohne größere Mengen freien Wassers keinerlei Bedeutung zu und ihre „trockenen Kolonien“ gleichen daher außerhalb ihrer Kuppelstädte Deponien
- Modifizierte Agrarplaneten – MAPs sind geplante Umweltvernichtungen – massierter Einsatz von GMOs auf geeigneten Welten soll lokale Ökosysteme abwürgen und so den gesamten Planeten für die Betreiber produktiv nutzbar machen
- Freie Systeme – (iteriert als Föderierte Systeme und Freie Föderation) der kleinste der von der Terranischen Union abgespaltenen Staaten hat die Industrie in seinem begrenzten Einflußbereich quasi vollständig dereguliert, so dass die bereits beschriebenen Exzesse sich auf ihren Welten noch einmal potenzieren
- Kristallgift – führt zur graduellen Zersetzung exotischer Materialien, seine genaue Identität ist ungeklärt, aber eine multifaktorielle Verbindung mit Bergbautechniken wird vermutet, ohne dass diese schon erfolgreich eingegrenzt wäre
